Medizinische Entwicklung

Das Inselspital ist heute eines der bedeutendsten Universitätsspitäler der Schweiz und ein wichtiger Forschungsstandort mit internationaler Ausstrahlung. Mit der medizinischen Entwicklung nahmen auch die medizinischen Dienstleistungen laufend zu. Gab es beispielsweise 1884 nur zwei „Facharzttitel“, einen für Medizin und einen für Chirurgie, so gibt es heute 44 Facharzttitel (FMH) mit zusätzlich 38 Unter-Schwerpunkten.

Organisches Wachstum

Auch die Anzahl Patienten nahm stetig zu. Heute bewegen sich pro Jahr rund 40‘000 stationäre Patienten mit rund 225‘000 Diagnosen zwischen 335 Organisationseinheiten 180‘000 mal hin und her. Jeder Patient legt aktuell im Schnitt 1.1 km zurück. Diese Wege wären viel kürzer, wenn die Gebäude optimal auf die heutigen Bedürfnisse der Patienten und auf vernetzte Betriebsabläufe ausgerichtet wären.

Die medizinischen Dienstleistungen sind heute noch örtlich getrennt an verschiedenen Stellen des Areals (Grafik: Inselspital).

Auf dem Insel-Areal stehen 51 Gebäude mit über 70 Eingängen. Die einzelnen Fachabteilungen sind auf dem Areal verzettelt (siehe Grafik). Im Zentrum des Inselspitals, im Bettenhochhaus, herrscht Platznot und die Prozesse lassen sich nur noch bedingt den hohen Anforderungen anpassen. Wie bereits 1884 und 1954 vor den ersten zwei Masterplänen stösst das Inselspital heute organisatorisch und räumlich erneut an seine Grenzen.

Der Masterplan soll die drei medizinischen Schwerpunkte Herz und Gefässe, Neurodisziplinen und Tumor-Behandlung stärken und konzentrieren.