Geschichte des Inselspital Areals

Umzug auf die Kreuzmatte (1884)

Der erste Masterplan

Das Inselspital wandelt sich und wächst. Da am bisherigen Standort in der Stadt keine Möglichkeit besteht zu expandieren, entschliesst man sich zu einem Befreiungsschlag. Auf der Basis des Masterplans von 1884 zieht das Spital auf die Kreuzmatte (damals am Stadtrand).

Die Bauten sind symmetrisch angeordnet: Auf der mittleren Achse sind die Dienstleistungen, Küche, Verwaltung und Waschküche platziert. Links und rechts davon sind die medizinischen und chirurgischen Kliniken klar voneinander getrennt in Pavillonbauten untergebracht. Die dezentrale Anordnung soll Ansteckungen unterbinden.

Das Bettenhochhaus entsteht (1965-1970)

Der zweite Masterplan

Der Bau des Operationstrakts-West und des Bettenhochhauses bestimmen diese Bauperiode. Geplant wird der Bau der Kinderklinik. 1966 schreibt der damalige Spitaldirektor Kohler in seiner Chronik:

"Wir wissen ... alle, dass die zweite Bauetappe nicht das Ende des Werkes bedeutet. ... Die Augenklinik, wesentliche Teile der Ohrenklinik, die Polikliniken, die Schule für Krankengymnastik, die Zentralmagazine, die Hofunterkellerung, die Eingangshalle und noch gar manches mehr müssen in [der] letzten Etappe [1967-1970] verwirklicht werden."

Das Intensiv-, Notfall- und Operationszentrum (2012)

Das Operationszentrum des Inselspitals besitzt 16 Operationssäle, modernste Magnetresonanz-Tomographen und helle, freundliche Behandlungsräume verschiedener medizinischer Disziplinen. Diese sind so angeordnet, dass die Behandlungsprozesse verbessert werden konnten und möglichst kurze Distanzen zurückgelegt werden.

Im INO befinden sich Erwachsenennotfall, Intensivmedizin und Nuklearmedizin. Die Handchirurgie, Herz- und Gefässchirurgie, Orthopädische Chirurgie, Thoraxchirurgie und Viszeralchirurgie führen hier teils hochspezialisierte Eingriffe durch. Die Bauzeit für das in Etappen erstellte INO betrug 12 Jahre.

Der dritte Masterplan (2008-2060)

Für die Erfüllung ihres heutigen Auftrages in Medizin, Pflege, Lehre und Forschung stösst die „Insel“ mit der bestehenden Struktur von 1884 und 1954 („Gesamtplanung Neubau Inselspital") erneut an ihre Grenzen. 2008 wurde deshalb ein weiterer Schritt in der Entwicklung des Areals initialisiert: der neue Masterplan. Die Überbauungsordnung Insel Areal III ist die baurechtliche Grundlage dazu.

Als Universitätsspital steht das Inselspital im nationalen und internationalen Wettbewerb um die besten Behandlungen und die fähigsten Köpfe. Überbauungsordnung und Masterplan ermöglichen es, Schwerpunkte in der Spitzenmedizin räumlich und betrieblich zu realisieren und konkurrenzfähig zu bleiben.

Wie zuvor in der Geschichte, soll und wird sich das Areal weiterentwickeln. Der Masterplan dient als Grundlage für eine langfristige, zukunftsorientierte, flexible, nachhaltige und strukturierte Bebauung.