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Tumorentfernung – Präzisionsarbeit dank Kathleen Seidel’s Forschung

UniS, Hörsaal A003, Schanzeneckstrasse 1, 3012 Bern, 20.02.2019, 18:15 - 19:15  Uhr
Inselspital

Wie kann man einen Tumor im Gehirn oder Rückenmark operieren, ohne wichtige Nervenbahnen zu verletzten? Entfernt man einen zu kleinen Anteil, wächst der Tumor schnell wieder nach; entfernt man zu viel, kann dies schwere Folgen (wie eine Lähmung) für den Patienten haben.

Zusammen mit ihrem Team hat Kathleen Seidel am Inselspital eine Methode entwickelt, die es Chirurgen ermöglicht, während Gehirnoperationen den Abstand zu wichtigen Nervenbahnen abzuschätzen – ähnlich einem «Stromradar». In der Folge entwickelten sie ein chirurgisches Instrument, den so genannten dynamischen Sauger, der heute in 37 Ländern eingesetzt wird. In ihrem Vortrag erklärt Kathleen Seidel, wie Mikroströme und neurophysiologische Signale dabei helfen, Tumoroperationen sicherer zu machen.

Öffentlicher Vortrag von Dr. med. Kathleen Seidel, Neurophysiologie, Universitätsklinik für Neurochirurgie Inselspital Bern,
Theodor-Kocher-Preisträgerin 2018.

Anmeldung nicht erforderlich. Zum anschliessenden Apéro sind alle Zuhörerinnen und Zuhörer herzlich eingeladen.