Matthias Glarner konnte Spital verlassen

Der amtierende Schwingerkönig Matthias Glarner konnte das Inselspital Bern heute Morgen verlassen. An einer Medienkonferenz gaben er und der behandelnde Arzt, Prof. Dr. med. Klaus Siebenrock, Auskunft zum Unfallhergang und zum Gesundheitszustand.

Matthias Glarner und Klaus Siebenrock (im Hintergrund Adrian Affolter, Präsident Bernisch Kantonaler Schwingerverband)

Matthias Glarner war nach einem schweren Arbeitsunfall seit Dienstag letzter Woche im Inselspital in Behandlung. Zunächst im Universitären Notfallzentrum und anschliessend in der Universitätsklinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie. Diagnostiziert wurden Verletzungen am Becken und Sprunggelenk. Matthias Glarner wurde von Prof. Dr. med. Klaus Siebenrock und von PD Dr. med. Fabian Krause operiert.

 

Klaus Siebenrock betonte in seinen Ausführungen vor den Medien, dass Matthias Glarner mehr als einen Schutzengel gehabt habe. „Die meisten Menschen hätten bei einem Sturz aus dieser Höhe weit gravierendere Verletzungen davon getragen oder wären ums Leben gekommen.“ Zur Frage, ob Matthias Glarner künftig an seine sportlichen Erfolge werde anknüpfen können, gab sich Klaus Siebenrock vorsichtig optimistisch: „Wir haben unser Bestes für optimale Heilungschancen getan. Es gibt aber keine Garantie in der Medizin. Beides sind Verletzungen, die ernst zu nehmen sind, gerade für einen Schwinger. Zumal das Becken beim Schwingen mit einem Mehrfachen des Körpergewichts belastet wird.“ Es werde sicher zwölf Wochen dauern, bis Matthias Glarner die Gelenke wieder voll belasten könne.

 

Der Schwingerkönig selbst blickt zuversichtlich und gemäss seinem Motto „Never Give Up“ in die Zukunft. „Ich bin überzeugt, dass ich zurückkomme. Ich werde wieder im Sägemehl stehen und auf hohem Niveau schwingen.“

 

NZZ, 6. Juli 2017