Erfolgreiches Geschäftsjahr 2016

Die Insel Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2016 einen Konzerngewinn von 21,2 Millionen Franken. Das positive Ergebnis ist auf ein Wachstum sowohl im stationären wie auch im ambulanten Bereich zurückzuführen. Die Insel Gruppe blickt damit trotz schwieriger Rahmenbedingungen auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2016 zurück.

An einem Modell aus dem 3-D-Drucker wird ein Eingriff der Diagnostischen und Interventionellen Neuroradiologie geübt.

Die Konzernrechnung 2016 der Insel Gruppe weist nach dem negativen Ergebnis des Vorjahres wieder einen Gewinn aus. Er beträgt 21,2 Millionen Franken. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) beläuft sich auf 110,1 Millionen Franken, was einer EBITDA-Marge von 6,9 % entspricht. Der Verlust im Vorjahr war begründet durch ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Sachen TARMED. Es zwang die Insel Gruppe zu Rückstellungen von knapp 50 Millionen Franken. Ohne diesen Sondereffekt würde sich das Konzernergebnis 2016 auf der Höhe des Vorjahres bewegen.

 

Steigende Fallzahlen
Das positive Konzernergebnis ist auf das Wachstum bei den erbrachten Leistungen zurückzuführen. In den Spitälern der Insel Gruppe wurden im Jahr 2016 im stationären Bereich 1,4 % mehr Patientinnen und Patienten behandelt als im Vorjahr (SwissDRG). Die ambulanten Leistungen (TARMED) sind um 8,2 % gestiegen. Am Inselspital wurden 45 700 Patientinnen und Patienten stationär versorgt. Das sind 4,6% mehr als im Vorjahr. Die durchschnittliche effektive Fallschwere (Case-Mix-Index) des Inselspitals war mit 1,450 im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig. In den Spitälern Tiefenau, Aarberg, Münsingen, Riggisberg und Belp wurden 16 604 Patientinnen und Patienten stationär behandelt.

 

Steigende Investitionen
Der operative Cashflow der Insel Gruppe ist gegenüber dem Vorjahr um 5 Millionen auf 103,6 Millionen Franken gestiegen. Trotz dieser Zunahme haben sich die flüssigen Mittel im Jahr 2016 um 44 Millionen Franken verringert. Der Grund sind die gestiegenen Investitionen. Als Beispiele seien erwähnt: die Erneuerung des Operationstraktes im Spital Aarberg und die Bauprojekte im Zusammenhang mit dem Masterplan Inselspital, insbesondere das Organ- und Tumorzentrum.

 

Tarifliche Situation
Was die Tarife betrifft, konnte mit den Krankenversicherern für das Inselspital erneut keine Einigung erzielt werden. Seit fünf Jahren, seit der Einführung der neuen Spitalfinanzierung 2012, besteht somit ein tarifliches Risiko. Der wesentliche Streitpunkt betrifft weiterhin die unterschiedliche Berücksichtigung der Kosten für die universitäre Lehre und Forschung.

 

Ausblick
Die Notwendigkeit der infrastrukturellen Erneuerung gepaart mit der schwierigen tariflichen Situation – sowohl ambulant als auch stationär – wird die Insel Gruppe weiterhin vor grosse Herausforderungen stellen.

 

Jahresbericht 2016 der Insel Gruppe