Nach dem Hirnschlag Mobilität zurückgewinnen

Mittwoch, 02. März 2016, 14:16 Uhr

Die neue Förderprofessorin Laura Marchal-Crespo verbessert am ARTORG Center die roboterunterstützte Rehabilitation nach Schlaganfall.

Dr. Laura Marchal-Crespo bei der Arbeit an der ETH Zürich. Sie entwickelt neue Trainingsstrategien für existierende Therapieroboter (Foto Adrian Moser).

Lähmungen nach Schlaganfall schränken häufig die Mobilität sowie die Alltagsaktivitäten wie Kochen, Essen oder sich Anziehen ein. Die Patienten erhalten daher spezialisierte Physio- und Ergotherapie zum Trainieren der Bewegungsfähigkeit. Dazu verwenden Therapeuten als Ergänzung zur klassischen Therapie immer häufiger auch Therapieroboter.

Mit dem Roboter schneller zurück in den Alltag
Bei der roboterunterstützten Therapie wird zum Beispiel die Bewegung des betroffenen Arms und der Hand des Patienten durch den Roboter gefördert und trainiert. Randomisierte klinische Studien konnten positive Effekte zeigen, allerdings sind die mit der Robotertherapie erzielten Funktionsgewinne noch begrenzt. Daher wird Frau Dr. Laura Marchal-Crespo in Bern neue Trainingsstrategien für bestehende Therapieroboter entwickeln und klinisch erproben.

Finanziert wird ihre neu geschaffene Förderprofessur am ARTORG Forschungszentrum für Biomedizinische Technik der Universität Bern und in der Abteilung für Kognitive und Restorative Rehabilitation der Universitätsklinik für Neurologie am Inselspital durch den Schweizerischen Nationalfonds SNF. Laura Marchal-Crespo ist eine international anerkannte Expertin für roboterunterstütztes motorisches Lernen.