Infektiologie: Spitalinfekte im Visier

Dienstag, 05. Juli 2016, 10:30 Uhr

Als ausserordentlicher Professor für Infektiologie baut Hansjakob Furrer die Infektiologie und Spitalhygiene der Insel Gruppe weiter aus. Gleichzeitig wird er Klinikdirektor und Chefarzt der Universitätsklinik für Infektiologie.

Hansjakob Furrer stellt sich der Herausforderung multiresistenter Keime (Foto: Pascal Gugler)

Per 1. Juli ist Hansjakob Furrer Klinikdirektor und Chefarzt der Universitätsklinik für Infektiologie. Die Materie kennt er, weil er die Klinik schon seit 2012 ad interim leitet. Infektiologie an der Insel Gruppe heisst: Der infektiologische Konsiliardienst, der bei schweren Infektionen in allen Bereichen der Spitalgruppe beigezogen wird; die Poliklinik für Infektiologie, HIV-Medizin und Reisemedizin; die Spitalhygiene. Furrer wird die regionale Zentrumsfunktion in Infektiologie und Reisemedizin aufrecht erhalten und sieht neue Herausforderungen bei Spitalhygiene und Antibiotikaresistenzen.

Schwerpunkt Spitalhygiene
Im Spital erworbene Infektionen sind aktuell ein grosses Problem. Je schwerer krank die Patienten und je komplexer die Behandlungen sind, desto grösser ist das Risiko solcher Infektionen. Dazu kommt die zunehmende Antibiotikaresistenz der Bakterien, die diese Infektionen verursachen. Damit Antibiotika als Heilmittel nicht verloren gehen, müssen sie gezielt und sparsam eingesetzt werden. Aufgabe der Spitalhygiene ist auch, die Übertragung von Erregern im Spital – besonders von resistenten Keimen – zu verhindern. Dementsprechend ist der Ausbau der Spitalhygiene in den nächsten zwei Jahren ein Schwerpunkt der Tätigkeit von Furrer und seinem Team.