140 Flüchtlinge starten am GP

Montag, 02. Mai 2016, 08:56 Uhr

Mit Crowdfunding starten 140 Asylsuchende am Grand Prix von Bern. Das Interesse bei den Flüchtlingen ist gross.

Sport verbindet: Asylbewerber beim Lauftraining für den Grand Prix Bern. (Foto: zvg)

Sports Unite („Sport verbindet“) ist ein Gemeinschaftsprojekt des Schweizerischen Arbeiterhilfswerks SAH Bern, des Instituts für Sportwissenschaft der Universität Bern und des Inselspitals Bern mit Unterstützung der Caritas Bern, des Zentrums Bäregg und des Sportamts Bern. Flüchtlingen und Armutsbetroffenen soll die Integration über gemeinsame Sportangebote erleichtert werden. Erste Etappen sind gemeinsame Lauftrainings und der gemeinsame Start am Grand Prix von Bern, zu dem am 7. Mai 2016 über 32‘000 Läuferinnen und Läufern erwartet werden – so viele wie noch nie.

Der Start wird über die KulturLegi der Caritas und ein separates Crowdfunding ermöglicht. Bereits haben sich 140 Flüchtlinge angemeldet und Lauftrainings mit Studierenden der Sportwissenschaft, Leichtathleten des Stadtturnvereins Bern (STB) und aarefit absolviert. Der STB lässt zudem Asylsuchende kostenlos an seinen Trainings teilnehmen. Den Sports-Unite-Läufern winkt neben der Befriedigung über die erbrachte Leistung am GrandPrix auch ein Gruppenfoto mit den Laufprofis Viktor Röthlin und Tadesse Abraham, die das Projekt ebenfalls unterstützen.

Deadline am Donnerstag

Das Crowdfunding läuft noch bis am Donnerstag, 5. Mai über die Website „I care for you“. Dank Medienberichterstattung am 2. Mai konnte das Spendenziel von 10'000 Franken am 3. Mai erreicht werden! 

Hinter der Initiative von Hilfswerken, Unispital und Uni steht die wissenschaftliche Erkenntnis, dass die gesellschaftliche Stellung auch das Sportverhalten beeinflusst. Menschen aus dem Ausland und solche mit unterdurchschnittlichem Einkommen treiben deutlich weniger Sport als Bessergestellte und Einheimische. Flüchtlinge haben zudem aufgrund ihrer traumatischen Erlebnisse oft ein erhöhtes Risiko für Herzkreislauferkrankungen. Das sportliche Engagement dient somit der Gesundheit und der Integration.

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