Organs-on-Chip: Olivier Guenat ao. Professor

Mittwoch, 30. Dezember 2015, 17:26 Uhr

Die Universität Bern hat Olivier Guenat zum ausserordentlichen Professor für Organs-on-Chip Technologies gewählt. Diese Technologie ersetzt schrittweise Tierversuche und In-Vitro-Systeme.

Olivier Guenat, ao. Prof. der Universität Bern für Organs-on-Chip. (Foto: Susi Bürki)

Olivier Guenat hat seine Stelle am 1. November angetreten. Die ausserordentliche Professur wurde am ARTORG Center – einem gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungszentrum von Inselspital und Universität Bern – neu geschaffen.

Im Zentrum von Olivier Guenats Forschungstätigkeit steht die Entwicklung neuer In-vitro-Modelle, sogenannter Organs-on-Chip, die menschliche Organe besser imitieren als gewöhnliche In-vitro-Systeme, die auf dem Petrischalen-Verfahren basieren. Es besteht die Hoffnung, dass solche Systeme künftig die Anzahl von Tierexperimenten reduzieren können.

 

Von Neuenburg via Boston und Montreal nach Bern

Olivier Guenat (47) ist in Biel aufgewachsen, wo er Mikrotechnik an der Berner Fachhochschule und anschliessend Elektronik-Physik an der Universität Neuenburg studierte. Nach seiner Dissertation am Institut de Microtechnique in Neuenburg (jetzt EPFL) folgte ein Forschungsaufenthalt am Massachusetts General Hospital in Boston, wo er sich mit Leber-auf-Chip-Systemen befasste. Im Anschluss an sein Postdoc wurde er 2006 als Assistenzprofessor an die Abteilung für angewandte Physik der Ecole Polytechnique de Montréal (Kanada) gewählt.

Ab 2009 leitete Guenat – inzwischen wieder in der Schweiz – die Sektion «Cells Systems» der neu gegründeten Abteilung Nanomedizin am Centre Suisse d’Electronique et de Microtechnique (CSEM) in Landquart. Im Jahr 2010 wurde er zum Assistenzprofessor am ARTORG Center gewählt, um die Forschungsrichtung Lung Regeneration Technologies zu etablieren. Er habilitierte 2014 an der Universität Bern in Biomedical Engineering.

(Medienmitteilung Universität Bern vom 30. Dezember 2016)

Link zur Lung-on-Chip-Info des Inselspitals vom 15. Januar 2015.