Gesundheitsförderung im Alter verlängert Lebenszeit

Dienstag, 20. Oktober 2015, 08:57 Uhr

Studie der Geriatrischen Universitätsklinik zeigt: Gesundheitsprofilverfahren für ältere Menschen verhindert frühzeitige Todesfälle

Symbolbild: Persönliche Gesundheitsberatung einer älteren Person durch eine speziell ausgebildete Pflegefachperson. (Foto: Geriatrische Universitätsklinik, Inselspital.)

In einer Gesellschaft mit immer älter werdenden Menschen nimmt auch die Zahl von Patienten mit komplexen Erkrankungen rasch zu. Damit steigt der Pflegebedarf – und entsprechend auch die Gesundheitskosten. Zahlreiche Krankheiten liessen sich aber verhindern, etwa durch einen gesünderen Lebensstil. Daher existieren in mehreren Ländern wie den USA bereits präventive Programme, um ältere Menschen in ihrer Gesundheit zu unterstützen. Über deren langfristigen Nutzen war aber noch wenig bekannt.

Hier setzt eine internationale Studie an, die in Bern, Hamburg und London durchgeführt und von der EU unterstützt wurde. Der Schweizer Teil der Studie war über acht Jahre angelegt und entstand in Zusammenarbeit mit der Spitex.

"Wir konnten zeigen, dass mit einer persönlichen und mehrstufigen Beratung die Gesundheit älterer Menschen deutlich gesteigert wird", sagt Andreas Stuck von der Forschungsgruppe Geriatrie der Universität Bern und der Geriatrischen Universitätsklinik des Inselspitals. Die Studie wurde nun in der Zeitschrift "PLOS Medicine" veröffentlicht.

(Medienmitteilung Universität Bern)